Menschen:
Die Menschen leben hier seit Hunderten von Jahren im Einklang mit der Natur. Hier im Bayerischen Wald sind die alten Traditionen noch lebendig. Man versteht es, gemeinsam Feste zu feiern und Brauchtum zu pflegen. Hier haben die urgemütlichen "Waidler" noch Zeit und die Heimat zeigt man seinen Gästen nur zu gerne.
Alle drei Jahre erwacht in Mauth das beschwerliche Landleben längst vergangener Zeiten wieder: Steinmetze, Drescher, Korbbinder – Berufe, die viele heutzutage nur noch aus Bücher oder Erzählungen kennen – säumen beim Heimatfest die Straßen. Altes Brauchtum und längst vergessene Sitten hautnah – lebendige Geschichte am Goldenen Steig. Das nächste Mal findet das Heimatfest wieder 2011 statt.
Kultur:
Kultur, das heißt hier in erster Linie, die Pflege der alten Bräuche: das Heimatfest, die Handwerksvorführungen im Freilichtmuseum, entfesselte Waldgeister in der Rauhnacht und kirchliche Prozessionen. Kultur, das heißt auch: selbstgebackenes Brot, frische Krapfen und hausgemachte Schlachtplatten mit Bärwurz-Schnaps.
Wildnis:
Eine ursprüngliche Berglandschaft mit Wildbächen, Gipfeln und einer unberührten Pflanzenwelt wartet auf Sie. Der Erhalt vom Aussterben bedrohter Tierarten liegt uns besonders am Herzen. In unserer Gemeinde gibt es eine vielfältige, einmalige Fauna. Hier finden Sie noch Auer-, Birk- und Haselwild, Warzenbeißer, Feuerfalter, ... u.v.m.
Allgemein:
• Einwohnerzahl: ca. 2.445
• Fläche: 2.800 ha davon 1.400 ha Wald
• Höhenlage: 700 m bis 1.100 m
• Ortsteile: Finsterau Heinrichsbrunn, Hohenröhren, Zwölfhäuser, Mauth, Neuhütte, Spicking, Vierhäuser, Annathal, Bärnbachruhe
Das Gebiet wird rundherum durch Wald begrenzt und stellt somit eine hochgelegene Insel inmitten des Bayerischen Waldes dar.
Topographisch wird das Gebiet durch die nord-süd-verlaufenden Bachtäler des Resch- und Saußwassers sowie des Roth- und Teufelsbaches geprägt. Das Reschwasser begrenzt das Gemeindegebiet in Richtung Westen und bildet gleichzeitig die Grenze zum ersten Nationalpark Deutschlands, dem Nationalpark Bayerischer Wald.
Prägend ist der eindrucksvolle Höhenzug zwischen Finsterau und Mauth der historisch als "Oberer Goldenen Steig" die Wirtschafts- und Siedlungsentwicklung (Ende des 17. Jahrhunderts) als wichtige Verbindung nach Böhmen geprägt hat. Mauth besitzt im bayerischen Vergleich eine der reizvollsten, vielfältigsten und ökologisch hochwertigsten Mittelgebirgslandschaften.
Quelle: Wieler