




Miramar gehört zu den uniformen Ansiedelungen rund um Porto, deren Charme nicht ganz einfach zu entdecken ist. Schöne alte Gemäuer wechseln sich mit erheblichen Bausünden ab, einzelne Villen verschanzen sich wie Hochsicherheitstrakte. Mittendrin ein Platz mit nichtsagender Monumentalplastik; unpassend und deplaziert.
Aber dieser ambivalente Stilmix ist wohl typisch für die ganze Costa Verde.
Der Strand ist ´ne Wucht, der Holzsteg in den Dünen, Richtung Espinho oder Vila Nova de Gaia, lädt zu ausgiebigen Spaziergängen oder gelenkschonenden Dauerläufen ein. Der Atlantik beeindruckt mit Getöse und kräftigem Tidenhub.
Leider war´s zu kalt, um auszuprobieren, ob man bei der kräftigen Brandung auch schwimmen kann. Aber gelockt haben die Wellen schon.
Miramar verfügt über die notwendigen Einkaufsmöglichkeiten für den kleinen Bedarf, um allerdingst den nächsten Supermarkt (Pingo doce) zu erreichen, ist ein Auto angeraten.
Der örtliche Mercado hat - genau wie die kleinen Lokale in Strandnähe - faire Preise, zum Teil sind die schon erstaunlich günstig.
Die Verkehrsanbindung - sowohl Autobahn als auch Zuglinie - ist sehr gut. Porto, oder der Flughafen, sind für kleines Geld mit dem S-Bahn ähnlichen Vorortzug in kurzer Zeit zu erreichen.
Ach ja, sauber war´s auch.